Band Of Horses - Why Are You Okay - Cover
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Band Of Horses Why Are You Okay


  • Label: Caroline/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 50 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Sphärische Klänge von Gitarren und Keyboards, dazu ein bisschen Folk oder Country. Abwechslung steht auf dem Programm.

Vier Jahre nach „Mirage Rock“ melden sich Band Of Horses mit „Why Are You OK“ zurück. Der Titel stammt von der Tochter des Bandleaders Ben Bridwell, die diese Zeilen zufällig in das Handy ihrer Mutter getippt haben soll. Möglich ist dies natürlich, alles muss man allerdings auch nicht glauben. Trotzdem hat der Band die Pause offensichtlich gutgetan, denn musikalisch hat sie auf der neuen Scheibe einiges richtig gemacht.

Sphärische Gitarren- und Keyboardsounds mit viel Hall, Delay oder Echo unterlegt, ab und an ein Tremoloeffekt, etwas Flanger oder Phaser, ein paar Akustikgitarren eingestreut, dazu die leicht wehklagende Stimme von Ben Bridwell. Das Schlagzeug wechselt zwischen sanften, manchmal stampfenden und selten auch mal krachenden Rhythmen. So könnte man „Why Are You OK“ kurz zusammenfassen, was dem Album jedoch nicht gerecht werden würde. Der Opener „Dull Times/The Moon“ überrascht nach fünf Minuten im Fahrwasser von Neil Yong und The War On Drugs mit einem rockenden Riff und schepperndem Drums, was auch wegen Bridwells Gesang an Jane’s Addiction erinnert. „Solemn Oath“ erklingt als Gute-Laune-Song, dem Textzeilen wie „Look what I did, I’m happy with it. Aren’t you happy for me? I love you so much, I’m gonna throw up“ entgegengesetzt werden. „Hag“ ist dagegen eine langsamerer Ballade, „Casual Party“ rockiger, mit leichten The Cure-Anleihen.

Richtig an Fahrt nimmt das Album aber erst in der zweiten Hälfte auf. „Lying Under Oak“ klingt erneut nach Neil Young und kann locker in die nordamerikanische Songwriter-Tradition eingegliedert werden. Von akustischen Instrumenten und stampfendem Beat dominiert, gerät „Thow My Mess“ zu einem lupenreinen Folksong, wohingegen „Country Teen“, wie der Titel vermuten lässt, mit musterhafter Basslinie Country liefert. Wie unterschiedlich Balladen klingen können zeigen „Whatever, Wherever“, in dem warme Gitarrenklänge ertönen und das somit eher dahinschweifend gerät, und „Barrel House“, das eine fast schon bedrückende Düsternis in den Strophen vermittelt.

Nach anfänglicher Skepsis wachsen die Songs schon beim zweiten Durchlauf. Vor allem die Abwechslung in der zweiten Hälfte ist eine Stärke von „Why Are You OK“. Da verzeiht man auch, dass der Opener nicht perfekt gewählt wurde und ein, zwei Songs mehr nett als restlos überzeugend sind.

Anspieltipps:

  • Solemn Oath
  • Casual Party
  • Throw My Mess
  • Country Teen
  • Barrel House

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