Leserkritiken zu
Monrose - I Am

  • Pop
3/10 Unsere Wertung
6.2/10 Leser Stimme ab!

19.03.2009 - 17:45 EroticKitty Das dachten sich wahrscheinlich auch die drei jungen Damen von Monrose. Doch leider ging der Schuss gewaltig nach hinten los. Und so wird dem Hörer mit „I Am“ ein zweifelsohne perfekt produziertes, deutsches Dance-Pop Album präsentiert. Doch Perfektionismus unterminiert bekanntlich das Gefühl. Somit wird der Öffentlichkeit ein Longplayer geboten, der unindividueller nicht sein könnte. Man muss zugeben, dass die Stücke von Monrose bisher noch nie vor Einzigartigkeit strotzten, so waren Gassenhauer wie „Hot Summer“ oder „Even Heaven Cries“ zwar grandioses Musikgut, jedoch keinesfalls originell. Dabei sind es gerade solche Schmachtfetzen, an denen es dieser Scheibe fehlt.
Demgemäß plätschert bereits das erste Lied und die Vorab-Single, „Strike the Match“, einfach dahin und geht auf diesem Album genauso unter wie in den Hitparaden. Es erregt weder Missbehagen, noch gelingt es ihm, positiv hervorzustechen. Mit „A Love Bizarre“ wird dem Auditorium gestattet, zurück in die Achtziger zu reisen. Da es sich hierbei um eine belanglose Reproduktion handelt, wird der Zuhörer jedoch vielmehr dazu mobilisiert, dankend abzulehnen. Desgleichen sorgen auch durchdachte Reggae-Einflüsse wie in „Going Out Tonight“ eher für ein Stirnrunzeln als für Begeisterung und für Totalausfälle wie „Electricity“, „Hit’n’Run“ oder „Why Not Us“, ein vermeintliches Überbleibsel aus der Lieder-Schatzkammer von Alexis Strum, welches sie offenbar infolge der Beschämung schnellstmöglich an eine unbewanderte, deutsche Mädchenband loswerden wollte, müsste sich das Trio fast schon schämen. Somit spielt sich die Musik sprichwörtlich erst nach den ersten neunzehn Minuten ab und lässt den Hörer erstaunlicher Weise einen letzten Fünkchen Hoffnung hegen; Monrose begeben sich auf altes Terrain und wissen mit der Perle des Albums, „Teach Me How to Jump“, auch den größten Kritiker zu erweichen. Letztendlich sollte man aber doch dann aufhören, wenn es am schönsten ist. Und man wünschte sich, dass die Küken der Musikbranche diese Weisheit befolgt hätten.
Obwohl der Hörer auf der fünfzigminütigen Reise gelegentlich positive Eindrücke dank einiger gelungener Pop-Balladen wie „Stained“, „Stolen“ und dem bereits gepriesenen „Teach Me How to Jump“ gewinnen kann, ist er letztendlich doch heilfroh, wenn das musikalische Grauen ein Ende genommen hat. Aber neben den erlösenden Freudentränen werden bei der Zuhörerschaft wohl auch einige Tränen der Trauer fließen, da einem mehr und mehr bewusst wird, welch ein Potenzial Monrose verschenken und man weiß, dass sie es besser können. Der Vorgänger „Strictly Physical“ hat dieses ja bereits bewiesen.

Anspieltipps: Teach Me How to Jump, Stolen.

3/10

01.10.2008 - 00:59 selma Album I AM ist proffessionäl super gelungen.
Alle Songs sind Genial.
Alle Songs haben abwechslungsreiche Rhytmen.
Von 80´er Disco-Sound über Raggae bis Pop-Music.
Genial kombiniert mit tollen Stimmen gesungen.

10/10